Donnerstag, 28. September 2017

Doch nicht etwa ich

Wenn alles anders wäre,
würde ich es lieben.
Wenn du anders wärst,
könnte ich dich lieben.
Wenn ich anders wäre
und dich liebte,
würdest du mich lieben.
Wenn du mich liebtest,
wäre ich anders.
Bestimmt.
Dann liebte ich auch dich
und die Welt
und vielleicht auch all die anderen,
die mich nicht lieben.
Ja, ja.
Wenn du mich liebtest!
Oder aber etwa ich dich?
Spannend.
Wer macht den Anfang?
Doch nicht etwa ich.

Kommentare:

  1. Wenn ... ja, wenn es dieses Wörtchen doch nicht gäbe.
    So scheint es ein Leichtes, sich zu entziehen.
    Wie es hier geschildert ist, bleibt es ein ewiger Kreislauf.
    Und es ändert sich nichts.

    Es hat den Eindruck von Verharren, trotz der Fragen.
    Ist es, weil man nicht wagt, oder weil man fürchtet oder weil man zu bequem ist?

    Nachdenklich stimmend.
    Gefällt mir gut.
    Enya

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    1. Ich glaube, der Grund ist Furcht. Ist doch das "Andershabenwollen", das Urteilen und Verurteilen viel üblicher als das "Einfachannehmenwieesist", das Lieben. Können würden wir es alle "eigentlich" - könnte eigentlich viel bequemer sein. :-)))
      Herzlichen Dank dir! + Lieben Gruß

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  2. eine interessante sehr interessante Betrachtung der LIebe, wir wagen es glaube ich - nicht auszusprechen was wir wirklich fühlen, denn das ist unfassbar und unbegreiflich weil es nichts zum begreifen und" anfassen" gibt..
    gefällt mir ausnehmend gut...
    lieben Gruß
    angelface

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    1. Ja, liebe angelface, auch das könnte ein Grund sein + Liebe ist ja vielleicht sogar noch mehr als nur ein Gefühl. Herzlichen Dank dir! + lieben Gruß

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  3. liebe Brigitta - ich w u n d e r e mich nur - und das jedes Mal wenn ich deinen seiten aufschlage - warum es so wenige Lyriklesende Bloggerinnen" gibt!
    Sollte es denn tatsächlich so sein, dass auf Schrift - Sprache - Ausdruck und Poesie - Phantasie und Worte wie Musik so gar keinen Wert mehr gelegt wird?
    Bilder - Oberflächliches - Mode - Werbung und unsagbar seichtes scheint heutzutage immer mehr Mode zu sein und Interesse zu finden. Sind die Menschen echt zu faul zu lesen - oder woran liegt es?
    Was meinst du?
    liebe Grüße Angelface

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    1. Was ich meine? Ich meine, dass sich die Zeiten rasant geändert haben und viele Menschen sehr sehr eingebunden sind und wenig Zeit und Muße für nur Schönes oder "Sinnloses" nehmen können oder wollen. Sowohl im Veröffentlichen als auch im Konsumieren. Romane und Selbsthilfe- und Motivationsbücher- und Blogs werden ja sowohl viel veröffentlicht als auch gelesen. Für viele Menschen ist der Alltag hart, denke ich. Herzliche Grüße

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